Startschuss für das Projekt "Grüner Gockel" in Allerheiligen Nürnberg

„Das Thema Klima- und Umweltschutz geht uns alle an. Die Bewahrung der Schöpfung ist ein essentieller Bestandteil des christlichen Lebens“, bringt es Sebastian Zink, Umweltreferent des Erzbistums Bamberg, auf den Punkt. Am vergangenen Sonntag (21. Mai 2023) gab er gemeinsam mit Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, und dem dreiköpfigen Umweltteam der Pfarrei Allerheiligen den Startschuss für das kirchliche Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“. In einer Statio während des Gottesdienstes skizzierte er die menschliche Verantwortung für eine Schöpfung, die Gott aus Liebe geschaffen hat.
Allerheiligen ist die erste katholische Pfarrei Nürnbergs, die sich um das Umweltzertifikat bewirbt. Für den gesamten Prozess ist ein Zeitrahmen von etwa zwei Jahren veranschlagt.
Was ist der Grüne Gockel?
Der "Grünen Gockel“ ist ein Umweltmanagementsystem, das insbesondere für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen eingeführt worden ist. Das Zertifikat ist an das Öko-Audit EMAS der Europäischen Union angelehnt.
Der Prozess beginnt mit einer Ist-Aufnahme aller umweltrelevanten Aspekte innerhalb der Gemeinde. „Wir werden Kirche, Pfarrzentrum, Pfarrhaus und Kindergarten mit ihren Außenanlagen in Bezug auf ihre Bausubstanz, ihre Emissionen und ihre Ausstattung unter die Lupe nehmen“, kündigt Pastoralreferentin Regina Pock vom Umweltteam an. Auch das eigene Handeln soll kritisch hinterfragt werden. Wie viel Müll wird produziert? Was und wie wird eingekauft? Welche Putzmittel werden benutzt? Dann werden Ziele und Maßnahmen festgelegt, die mit Checklisten und regelmäßigen Audits überprüft werden. Das Zertifikat steht am Ende des Prozesses, in dem die Gemeinde sich Leitlinien für ihr künftiges Schöpfungsengagement gibt. Nach der Zertifizierung findet einmal im Jahr eine Überprüfung statt.