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Pfarrfahrt Armenien- Klöster, Kreuzsteine und Naturwunder des Kaukasus

Während unserer diesjährigen 8-tägigen Pfarrfahrt sahen wir sehr viel von der grandiosen, abwechslungsreichen Landschaft Armeniens, dem Land mit der ältesten Staatskirche der Welt , das bereits im Jahre 301 das Christentum offiziell annahm.
Datum:
17. Sept. 2019
12 Bilder

Während unserer diesjährigen 8-tägigen Pfarrfahrt sahen wir sehr viel von der grandiosen, abwechslungsreichen Landschaft Armeniens, dem Land mit der ältesten Staatskirche der Welt , das bereits im Jahre 301 das Christentum offiziell annahm. Durchschnittlich über 1800 Meter hoch, zwischen Europa und Asien gelegen, geprägt durch die Gebirgslandschaft vulkanischen Ursprungs, fuhren wir über Gebirgspässe und durch Schluchten zu den einzigartigen Klöstern, die meist in völliger Abgeschiedenheit liegen und vor allem dem Studium und Verfassen von (theologischen) Schriften dienten. Wie wichtig diese Handschriften den Armeniern sind, konnten wir im Museum Matenadran in Jerewan sehen und dabei u.a. auch einiges über das armenische Alphabet erfahren. Von Kreuzsteinen hatten wir bereits durch die armenische Gemeinde in Nürnberg, die einen Kreuzstein auf dem Gelände der Allerheiligen-Kirche aufstellen ließ, etwas mitbekommen und konnten nun zahlreiche Kreuzsteine bewundern und ihre Symbolik besser verstehen, v.a. auf dem Friedhof Noratus mit Hunderten von Kreuzsteinen. Auf der großen Seidenstraße besichtigten wir eine der wenigen noch erhaltenen Karawansereien in Armenien. Immer wieder hielten wir Ausschau nach dem Wahrzeichen Armeniens –dem Ararat- der heute auf türkischem Gebiet liegt und sich meist nur schemenhaft sehen ließ. Wir  erfuhren von unserer  sehr kompetenten Reiseleiterin unglaublich viel über die (tragische)Geschichte des Landes bis hin zur Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahr 1991.Wir sahen die Folgen des schweren Erdbebens  von 1988 , v.a. in der zweitgrößten Stadt Gyumri, noch sehr deutlich und erlebten in der Hauptstadt Jerewan , in der mit 1,5 Millionen Einwohnern fast die Hälfte der Einwohner Armeniens leben, eine moderne  Großstadt. Unsere Reiseleiterin erklärte uns viel über die armenisch-apostolische Kirche ; an einem Gottesdienst der armenisch-katholischen Kirche, die eine Minderheit darstellt, nahmen wir in Gyumri teil. Mit zahlreichen ganz neuen , vielfältigen Eindrücken kehrten wir  alle von dieser sehr schönen und spannenden Reise wohlbehalten zurück.

Jutta Ertl

Reisegedicht von Gabi Blättner:

Fahrt nach Armenien;  30.08. –  06.09.2019

Am Freitag wollten wir um 6 Uhr nach Armenien starten,

da stellten wir fest, auf den fehlenden Hr. Schwab können wir jetzt nicht warten:

wir müssen pünktlich den Münchner Flughafen erreichen

sonst können wir Armenien für heute streichen;

so fuhren wir erstmals ohne Hr. Schwab fort,

doch am Flughafen  trafen wir ihn – dank seines Bruders - dort.

Wir konnten jetzt auch Hr. Bachmann aus Thüringen willkommen heißen,

und auch Hr. Spanger aus Baden-Württemberg wollte mit uns reisen.

Als vollzählige Gruppe flogen wir jetzt über Moskau nach Jerewan,

wo uns unsere Reiseführerin begrüßen wird: gesagt, getan.

Uhren umstellen, Geld umtauschen; dann ging es zum Hotel wieder mit dem Bus

wie es morgen weitergeht, erfuhren wir dann noch zum Schluss.

Am Samstag wollten wir zuerst Zeit mit Gedichten, Geschenken und Gesang verlieren,

um unseren Hr. Pfarrer Gast zu seinem Geburtstag  zu gratulieren.

Dann widmeten wir uns der Hauptstadt Jerewan

und sahen u.a. das Museum mit den bedeutenden Handschriften an.

Wir fuhren dann zum geistlichen Zentrum der armenisch-apost. Kirche nach Edschmiatsin;

den Unterschied zur armenisch-kath. Kirche zu erfahren, machte viel Sinn.

Wie ein Kleinkind getauft wird, konnten wir gleich mit erleben:

es wird dreimal im Becken untergetaucht, um ihm neues Leben zu geben.

Spät abends gab es noch Gelegenheit sich an den farbigen Wasserspielen zu erfreuen,

wer diese gesehen hat, wird es nie bereuen.

Am Sonntag, fuhren wir nach Gyumri, sie ist Armeniens zweitgrößte Stadt;

da fand auch eine Hl. Messe in der armenisch-kath. Gemeinde statt;

bei der Hinfahrt las uns Hr. Pfarrer schon die Tages-Lesungen in Deutsch vor,

so hatten wir diese dann schon mal im Ohr;

leider kamen wir erst zum Hochgebet an:

mit den Straßenverhältnissen kommt ein größerer Bus halt nicht so zügig voran.

Nachmittags besuchten wir noch die Klöster Marmashen und Harichavank,

wieder ging ein schöner Tag – fast - zu Ende, Gott sei Dank.

Nach dem Abendessen wurden wir im Hotel unterrichtet von Projekten in diesem Land: Mitarbeiter des Roten-Kreuzes, die das Erdbeben aufarbeiten,  nahmen dies in die Hand.

Montags  besuchten wir die Klöster Goschavank und Haghartsin; dies hatte seinen bes. Reiz:

denn da fuhren wir durch den Nationalpark Dilidschan, genannt auch armenische Schweiz.

Vom Kloster gingen wir den steilen Weg im Gewitter hinunter; drohen uns jetzt Gefahren?

Wir wollen doch noch zum heutigen Ziel, zum Sevansee fahren!

Als ich dann mein Zimmer in Dilidschan betrat, staunte ich sehr:

ist das mein Zimmer? es ist doch Platz für 9 Leute mehr.

Dann konnte ich mein Glück kaum fassen, denn eben hat es doch geregnet

und jetzt ist die Gegend von einer Stimmung gesegnet:

die Berge leuchten im tollen Abendlicht, die Sonne geht unter

ein Regenbogen ist auch zu sehen, welch ein Wunder.

Dienstags fuhren wir zuerst zum Friedhof Noratus mit den vielen Grab- und Kreuzsteinen,

an denen die Besitzer gedenken den Seinen.

Beim Pass Vardenjats ist manchem das Lachen vergangen:

denn durch das Schaukeln des Busses wurde manchem ganz bange;

nach dem Besuch der Karawanserei wurde der Bus zur Kontrolle gegeben

die Stoßdämpfer sind kaputt, so lagen wir mit der Zeit ziemlich daneben.

Ein neuer Bus wurde uns dann zugeteilt, Fr. Dr. Ertl holte in dieser Zeit armenisches Geld,

um ihre Karte aus dem Automaten zu erhalten, lief sie um die halbe Welt.

Mittwochs fuhren wir von Goris in Shuttle-Bussen durch eine große Schlucht,

die felsigen Steilwände, zum Kloster Tatev, welch eine Wucht.

Auch Kloster Noravankh, herrlichst gelegen;

diese beiden Klöster gesehen zu haben, welch ein Segen.

In Jerewan wollten wir die letzten zwei Nächte verbringen,

nach diesen Naturerlebnissen wird uns der Schlaf gut gelingen.

Donnerstags besichtigten wir das Kloster Geghard am Ende der Azar- Schlucht: toll, schaut!

der hellenistische Tempel Garni war für den Sonnengott Mythos erbaut.

In Jerewan kamen wir um den Besuch zur Tsitsernakaberd- Gedenkstätte nicht herum;

ein großer Ort der Geschichte und des Gebetes: denn viele Armenier brachte man hier um.

Von der Kaskade oben hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt;

zum Ende der Reise fand ein Abschiedsessen statt.

Am Freitag flogen wir dann schon wieder in die Heimat zurück,

alle Koffer waren – nach längerer Zeit – auch da, welch ein Glück;

die Rolltreppe lief ich hinunter, um noch schnell zu verschwinden,

da ließ sich keine Rolltreppe, keine Treppe, kein Aufzug nach oben finden;

also bin ich die nach unten fahrende Rolltreppe nach oben gelaufen

im Bus konnte ich mich dann wieder ausschnaufen.

Armenien ist ein armes hochgelegenes Land:

doch beim genauen Hinschauen bietet es allerhand.

Gegensätze werden überall sichtbar, es kann doch kaum wahr sein:

Wüste, Steppe; doch auch Obstplantagen und Wein.

Schluchten, Gesteine, Kirchen und Klöster  gibt es in Massen;

um gut dorthin zu gelangen, müssen die Armenier noch arbeiten an ihren Straßen.

Den großen und kleinen Ararat haben wir gesehen, öfters nur erahnt;

die Führerin mit ihrem großen Wissen hat uns zum Zuhören ermahnt.

Gastfreundschaft ist sehr groß geschrieben,

in diesem Land wären wir noch gerne geblieben.

Das Essen haben leider nicht alle vertragen:

gekämpft haben viele mit Darm und Magen.

Wir danken allen, die uns zu dieser Reise rieten,

was wird nächstes Jahr Dalmatien bieten?

Wir bedanken uns vor allem bei Herrn Pfarrer Gast,

und allen, die halfen, damit wieder alles passt.