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Pfarrfahrt Israel - Jordanien

Biblisches Kulturland beiderseits vom Jordan 27.5. – 5.6.23
Datum:
16. Juni 2023
12 Bilder

An Pfingstsamstag machten sich 30 Personen, hauptsächlich aus Pfarreien in Nürnberg und Fürth, mit Pfarrer Gast als geistlichem Reisebegleiter auf zu einer Bildungs- und Begegnungsreise ins Heilige Land. Spät abends kamen wir in unserem ersten Hotel, direkt am See Genezareth an. Aus dem Neuen Testament vertraute Orte wie der Berg der Seligpreisungen (wo Pfr. Gast mit uns den Pfingstgottesdienst feierte), die Primatskapelle, Tabgha, Kaparnaum und schließlich Nazareth standen im ersten Teil der Reise, auf der israelischen Seite, auf dem Programm. Dann ging es schon nach Jordanien, wobei der -zeitaufwändige- Grenzübertritt mit strengen Grenzkontrollen und Bus- sowie Reiseleiterwechsel verbunden war. Belohnt wurden wir danach mit der Besichtigung von Jerash, einer der besterhaltenen römischen Provinzstädte der Welt, bevor wir für die nächsten zwei Nächte in der Hauptstadt Jordaniens, Amman, Quartier bezogen. In Amman besichtigten wir die Zitadelle, ebenfalls noch aus römischer Zeit stammend. Dann fuhren wir unter den Meeresspiegel zum Toten Meer, wo etliche von uns die Gelegenheit zum Baden nutzten. Eindrucksvoll war auch die Besichtigung der Stelle, an der  Jesus von Johannes im Jordan getauft worden war (Bethany;  auf jordanischer Seite). Am nächsten Tag sahen wir viel von der sehr abwechslungsreichen, grandiosen Landschaft Jordaniens: hohe Berge, tiefe Schluchten, Wadi, etc. Wir genossen vom Berg Nebo die weite Fernsicht und konnten uns vorstellen wie es Moses ergangen sein mag, als er von hier aus das gelobte Land sah, bevor er starb. Wir erfuhren von unserem Reiseleiter hier viel über die gemeinsamen Wurzeln der drei monotheistischen Religionen und konnten dort einen weiteren eindrucksvollen Gottesdienst feiern. Auch die Stadt Madaba mit der berühmten Palästina-Mosaiklandkarte gehörte zu unserem Besichtigungsprogramm, ebenso wie die Kreuzfahrerfestung Kerak, nachdem wir vom Reiseleiter schon viel über die unrühmliche Vergangenheit der Kreuzfahrer erfahren hatten. Zwischendurch hatten wir hoch oben auf den Bergen Mittagspause/Picknick bei Beduinen gemacht. Dann ging es zum landschaftlichen und kulturellen Highlight der Reise nach Petra,  das wir bei strahlend blauem Himmel – und entsprechend heiß- erkundeten. Am nächsten Tag verließen wir Jordanien, dieses hochinteressante, schöne Land, mit seinen sehr freundlichen Bewohnern schon wieder und fuhren nach den bereits bekannten Grenzkontrollen zurück nach Israel, nach Bethlehem. Auf den Hirtenfeldern feierten wir Gottesdienst und besichtigten dann die Geburtskirche. Die letzten beiden Tage waren Jerusalem gewidmet: Ölberg, Pater- Noster- Kirche, Garten Gethsemane, Dominus Flevit (mit Gottesdienstfeier), Via dolorosa, Klagemauer, Tempelplatz und Grabeskirche (mit einem weiteren, bewegenden Gottesdienst zum Abschluss der Reise). Unglaublich viele Informationen über die Geschichte, Religionen, Gegenwart erhielten wir von unseren drei Reiseleitern unterschiedlicher Herkunft und Religion. Unzählige  neue Eindrücke konnten wir in diesen Tagen gewinnen und sahen viele Gegensätze (heute noch als Nomaden lebende Beduinen und hochmoderne Städte wie Amman und Jerusalem; Wüstenregionen und fruchtbare landwirtschaftliche Gebiete; unterschiedliche Religionen; streng Gläubige und  Menschen, denen Religion weniger wichtig ist). Und doch beeindruckte mich gerade die Tatsache, dass die drei monotheistischen Religionen mehr Gemeinsames haben, als die vielen Konflikte der Gegenwart und Vergangenheit es oft erscheinen lassen.         

Dr. Jutta Ertl