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Pfarrfahrt ins Piemont

Am Pfingstmontag starteten wir mit einer Pfingstandacht im Bus unsere diesjährige Pfarrfahrt ins Piemont.
Datum:
8. Juni 2018
11 Bilder

Am Pfingstmontag starteten wir mit einer Pfingstandacht im Bus unsere diesjährige Pfarrfahrt ins Piemont. Von unserem Hotel in Turin aus erkundeten wir die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die von der römischen Vergangenheit (z.B. in Aosta) über romanische Kirchen und Abteien (z.B. Abtei Santa Maria di Vezzolano, Zisterzienserabtei Staffarda), gotische Kathedralen (z.B. in Asti), barocke Bauten ( Basilika Superga  ) bis in die Neuzeit ( Basilika in Castelnuovo=Geburtsort von Don Bosco) reichten. Landschaftlich beeindruckten uns die sanften Weinberge, v.a. im Weingebiet Langhe - aus dem auch der Barolo stammt- mit den auf den Hügeln liegenden Burgen und Schlössern (z.B. Grinzane Cavour Schloss)   und die italienischen Alpen mit ihren schneebedeckten Gipfeln und dem ehrfurchtgebietenden Blick auf den Montblanc. Bei so reizvollen Ortsnamen wie Asti, Alba, Barolo… durften auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz kommen und so nutzten wir die Gelegenheit zu Verkostungen von Käse, Trüffeln, Asti Spumante und Weinen. Bei so vielfältigen Freuden hatten wir allen Grund zu danken und stimmten in so mancher  Kirche freudig ein Loblied zur Ehre Gottes an.

J. Ertl

Hier noch ein Gedicht zur Pfarrfahrt:

21.5.2018 – 27.05.2018 (1. Woche Pfingstferien)

Montags brachen wir früh auf, um nach Piemont zu fahren,

da war sich unser Reiseleiter Herr Pfarrer Gast nach 5 Minuten im Klaren:

wir hatten die blauen Bücher vergessen, wir müssen umkehren,

denn die Bücher sind ja auf unseren Reisen nicht zu entbehren:

schließlich wollten wir jeden Tag mit einem Loblied beginnen

und unseren Herren und Schöpfer preisen, mit all unseren Sinnen.

Die erste Hürde war also schnell genommen,

da sollte nach Stunden eine weitere kommen:

der San-Bernardino ist geschlossen;

so wurde notgedrungen beschlossen,

durch den Gotthardtunnel unsere Fahrt fortzusetzen,

der Fahr- und damit verbundene Zeitaufwand - ließ sich schlecht abschätzen.

Die Mittagspause konnten wir am Walensee genießen

und staunten dort - und bei der Weiterfahrt - über Berge, Seen und Wiesen:

denn bei herrlichem Wetter wurde unser Umweg stets mit toller Sicht belohnt;

wir kamen halt in Turin - unserem täglichen Quartier - später an, als gewohnt.

Am Dienstag hatte es nahezu den ganzen Tag geregnet,

trotzdem war dieser Tag mit Ereignissen gesegnet.

Nach der Begrüßung unserer Führerin Antoniella verbrachten wir diesen Tag in Turin:

bei all den vielen Sehenswürdigkeiten zeigte sie uns wohin.

Die Kathedrale mit der Kopie des Grabtuchs Jesu ist bekannt,

nicht nur in Piemont, nicht nur im Land.

Als wir später zum Superga fuhren hinauf,

nahmen wir erstmals dichten Nebel in Kauf.

In der Kirche konnten wir den Kreuzgang beachten;

in der Krypta die Gräber der Savoyen betrachten.

Im Speisesaal haben wir alle Päpste gesichtet

und dann, dann hat sich der Nebel etwas gelichtet:

wir konnten noch einen Hauch von Aussicht auf die Umgebung  ahnen

mussten später aber den Weg für den Bus frei bahnen:

Annette und Herr Pfarrer beseitigten eine Sperre, die vor einem Loch war gesetzt

Herr Pfarrer hatte sich dabei noch ein wenig verletzt.

Mittwochs morgen besuchten wir Castelnuovo, wo Don Bosco geboren:

ein Heiliger, der sein Leben der Jugend geschworen. 

Die Leitlinie eines christlichen Lebens wollte er so zusammenfassen:

Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.

Die Kirche, zu Ehren des Ordensgründers errichtet, ist sehr groß;

zu seiner Zeit war hier bestimmt viel los.

Wir fuhren dann zur Provinzhauptstadt  Asti weiter

als Weinstadt bekannt, das wird ja heiter;

ja, wir wurden dann auch verköstigt dort,

sahen uns die Kathedrale noch an, dann ging es wieder fort.

Am Donnerstag gefiel uns die Stadt Saluzzo sehr,

die Zisterzienserabtei Staffarda noch viel mehr.

In Revello besichtigten wir eine Käserei,

abends zog eine Prozession an unserem Hotel vorbei.

Durch viele präsente Laiengruppen war sie sehr lang;

hier verweilen, ja mitbeten zu können war ein guter Fang;

wir hörten alle Teilnehmer Rosenkranz beten und zu Maria flehen,

am Schluss der Prozession waren dann die Geistlichen mit einer Marienstatue zu sehen.

 

Am Freitag gratulierten wir - persönlich und mit Chorgesang - Fr. Schrüfer zum Geburtstag

und zwar zum siebzigsten, auch wenn man dies kaum glauben mag.

Wir fuhren dann Richtung Frankreich bis zum Blick auf den Mont Blanc, bei Sonne

auf diese Bergkette zu schauen, welch eine Wonne.

Die Ausgrabungen von Aosta gefielen uns sehr:

der Augustusbogen, Stadtmauer und das Theater; doch Aosta bietet noch mehr.

Castello di Fenis wurde noch besichtigt:

dieses Schloss zu besteigen war zwar schwer, aber uns sehr wichtig.

Hungrig kamen wir heim, mussten dann lange auf unser Essen warten,

dieses noch warm genießen zu können, da hatten wir schlechte Karten.

Samstags feierten wir in Alba Gottesdienst, zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit

und gedachten der Eheschließung des Jubelpaares Tempel vor 40 Jahren, eine lange Zeit.

Der Gottesdienst war sehr schön und eindrucksvoll,

die Kommunion empfingen wir unter beiden Gestalten im Kreis, ganz toll.

Abends wurde uns verschiedener Wein zum Probieren und Kauf angeboten,

Benckers verabschieden sich von uns: noch Urlaub zu machen, ist ja nicht verboten.

Am Sonntag konnten wir über den San-Bernardino heimfahren, durch die Schweiz

dies hatte auch seinen besonderen Reiz.

Am Hinteren Rhein fuhren wir zuerst entlang,

hie und da schliefen Leute, wo anders ertönte auch ein Chorgesang.

Plötzlich waren wir in Deutschland, ja in Franken,

jetzt heißt es allen Mitzuwirkenden zu danken.

Wir danken vor allem Herrn Pfarrer Gast für seine geistliche Begleitung,

wir danken Antoniella für ihre organisatorische Leitung,

wir danken Rudy für seine Fahrt, stets sicher und gut, wie ein Fürst

wir danken ihm für seine Getränke, Bedienung und Würst‘.

Natürlich haben wir mehr gesehen und erlebt, als hier geschrieben,

es waren schöne Tage, dies ist nicht übertrieben.

Jetzt sind wir froh, alle gut heimgekommen zu sein,

im Herzen Freude, im Gepäck Käse, Trüffel und Wein.

Ich wünsche Euch allen Alles Gute bis zur nächsten Fahrt:

sie wird nach Armenien gehen - mit dem Flugzeug - also spart!

Dann sehen wir uns hoffentlich alle wieder

und werden auch dort singen Lobes und Dankeslieder.

Gabriele Blättner