Pfarrfahrt nach Süd-England
Montags ging es früh los, um – über Frankfurt - nach London zu gelangen:
die Stadt anzusehen, konnte man – aus Zeitgründen - nicht verlangen.
Gleich ging es zum Windsor Castle weiter:
hier Schloss und Garten ausführlich anzuschauen, das war gescheiter.
Dienstag früh besuchten wir die Steine Stonehenge, ein prähistorisches Monument,
nachmittags Salisbury, mit der Kathedrale, als ihr wertvollstes Dokument.
Am Mittwoch ging es über Dunstor zum National Park Exmoor:
mit Pferden, Schafen und blühender Heide öffnete sich uns ein landschaftlich schönes Tor.
In Exeter wurde uns die Größe und Schönheit der anglikanischen Kathedrale erklärt,
diese auf uns durch den Evensong wirken zu lassen, war gewiss nicht verkehrt.
Am Donnerstag dankten wir Gott – wie fast täglich – in einer Morgenandacht,
dann wurde – noch im Bus - dem Geburtstagskind gedacht:
gewünscht wurde mir ein weiterhin von Gott gesegnetes Leben,
dazu eine schöne Karte mit den Unterschriften aller Teilnehmer gegeben;
ein Ständchen wurde gesungen, 2 große Tafeln Schokolade mir überreicht;
dankend fragte ich mich, ob das bis zum Ende der schönen Reise reicht?
Unser erstes Ziel heute: den Lost Gardens of Heligan wollten wir heute ja nicht nur sehen,
sondern mutig über die Hängebrücke des Dschungels gehen.
Die kleinen Städtchen Fowey und Polperro wollten wir auch noch genießen
und somit diesen Tag – wir jeden - voller guter Eindrücke beschließen.
Freitag früh konnten wir nach St. Michael‘s Mount starten,
wir brauchten auch auf kein Boot zu warten:
weil Ebbe war, kamen wir hinüber, ganz trocken;
der Aufstieg zum Schloss war für einige ein ganz schöner Brocken.
Wir wurden aber bei schönem Wetter mit toller Aussicht belohnt,
kehrten dann begeistert zurück, wie gewohnt.
Allerdings war die Flut jetzt im Kommen:
war einigen ja auch so richtig willkommen.
In Land‘s End schauten wir noch auf das weite Meer;
mein liebes Herz, was willst Du mehr?
Am Samstag ging es nach Tintagel Castle: der Aufstieg war beschwerlich,
allein wäre ich wohl nicht hinaufgestiegen, ich bin ja ehrlich;
denn schon unten bot sich uns herrliche Natur,
doch von oben hatte man – neben den Ausgrabungen - tolle Aussicht pur;
beim Abstieg kamen wir dann in den Regen:
jetzt hieß es aufzupassen auf den glitschigen Wegen;
Gott sei Dank kamen wir alle heil hinunter,
einige patschnass, ist ja kein Wunder;
vor unserem Ziel Brighton erstaunte uns die Kathedrale von Chichester sehr,
und der Evensong - zu dem wir ein bisschen zu spät kamen - umso mehr.
Sonntags fuhren wir früh nach Arundel, einer schönen Kleinstadt,
die neben der Burg eine katholische Kirche hat;
in der anglikanischen Kirche holten wir uns die englischen Texte der Lesungen,
in der Eucharistiefeier der katholischen Kirche wurde die ‚Missa de Angelis‘ gesungen.
So konnten wir diese Eucharistiefeier gut mit gehen
und freuten uns danach in der Kneipe die englischen Geistlichen zu sehen.
Diese Begegnung werden wir nicht vergessen,
wegen des Ansturms der Leute bekamen wir allerdings nichts mehr zum Essen.
Dann verbrachte jeder nach Lust in Brighton seinen Nachmittag:
jeder konnte ihn gestalten, wie er es mag.
Montags morgen besuchten wir in Brighton den Royal Pavillon im indisch-chinesischen Stil;
man konnte auch den Garten genießen, wenn man denn will.
Mittags gingen wir den Palace Pier entlang:
an manchen Unterhaltungsangeboten wurde einem ganz bang.
Nachmittags fuhren wir zu den 7 Kalkfelsen Seven Sisters genannt,
sie sind in der Gegend wegen der atemberaubenden Natur bekannt.
Doch Vorsicht ist geboten: bitte nicht zu nah an den Felsenrand:
sonst könnte noch ein Stück abbrechen von der Felsenwand;
und mit der Wand auch Du abstürzen
und so Dein Leben gefährden oder gewaltig verkürzen.
Früh mussten wir am Dienstag aufstehen, um den Rückflug nicht zu verpassen,
an den Flughäfen - der Vorschriften wegen - wertvolle Sachen da lassen.
Wir wollten unsere britischen Pfunde noch loswerden,
die eigenen brachten erstmals keine Beschwerden:
denn schon in Frankfurt mussten wir rennen, unseren Anschlussflug zu erreichen,
und dann von unseren gebuchten Sitzplätzen auch noch weichen.
Wir freuten uns dann in Nürnberg sicher gelandet zu sein,
doch dann holte uns ein starker Regen ein.
So waren wir froh, mit dem Auto oder Taxi nach Hause zu fahren,
heute brauchten wir auch nicht mehr zu sparen.
So ist die schöne Reise schon wieder um,
um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, bleiben wir stumm.
Wir wären eigentlich noch gerne geblieben,
weil wir Südengland nun jetzt lieben.
Wir danken Gott, Sabine und den Fahrern,
nicht zuletzt ja unserem Herr Pfarrer,
glücklich die Reise beenden zu können
und uns somit zu entschließen, uns eine weitere zu gönnen.
Sie sind ja immer gut geplant und voller Leben:
so haben wir die Zuversicht, auch bei der nächsten geht nichts daneben.
Gabriele Blättner